Aktuelles

Ausstellung in der Praxisgemeinschaft Johanniter 15

Beachten Sie die aktuelle Ausstellung der Praxisgemeinschaft Johanniter 15.
Otto W. Bringer – Verliebt bis über beide Ohren. Hier gibt es weitere Informationen.


Kostenloser 5 Minuten Hörtest

Hörtest


Vernissage

Bilder der Vernissage von Alain Baudon

Vernissage Alain Baudon

Vernissage Alain Baudon

Vernissage Alain Baudon

Vernissage Alain Baudon


Patienteninformation

Besser hören

Schlechter Hören – Ein leise schleichender Prozess

Wird das Gehör akut schlechter, bemerken wir das in der Regel schnell und können umgehend darauf reagieren. Doch die Minderung der Hörfähigkeit beginnt meist langsam und im kleinen, kaum wahrnehmbaren Schritten und kann sich über einen Zeitraum von vielen Jahren erstrecken. Was sind die Ursachen dafür?

Schwerhörigkeit ist in den meisten Fällen die Folge einer Schädigung der Haarsinneszellen im Innenohr. Etwa 12.000 äußere Haarsinneszellen (Verstärkerzellen) und etwa 3.000 innere Haarsinneszellen (Hörzellen) stehen in der menschlichen Hörschnecke für ein lebenslanges Hören zur Verfügung.Sie können nach heutigen Erkenntnissen beim Menschen nicht nachwachsen.Mit zunehmenden Alter kommen auch unsere Haarsinneszellen aus vielerei Gründen in die Jahre. Darüber hinaus kann, wenn man ständig starkem Lärm ausgesetzt ist oder oft laute Musik hört, eine Schädigung der Hörzellen auch schon in jungen Jahren beginnen.

Die Folge ist, dass die Haarsinneszellen absterben oder in ihrer Funktionsfähigkeit stark beeinträchtigt werden. Sie benötigen eine immer stärkere Reizung, um die ankommende Schwingung in einen elektrischen Impuls umzuwandeln. Wenn diese erhöhte Reizung nicht stattfindet, dann kommt kein Signal in unserer Hörrinde an. Man vermutet, dass die an den Haarsinneszellen hängenden Nervenbahnen verkümmern und das Verstehzentrum im Gehirn nach und nach verlernt, Sprache oder Geräusche richtig auszuwerten.

Grundsätzlich werden im Wesentlichen zwei Ursachen für eine Hörminderung oder einen Hörverlust unterschieden:

Altersschwerhörigkeit
Das menschliche Gehör unterliegt genau wie der ganze Körper, enstprechend seiner genetischen Voraussetzung und unter den Einflüssen der Umwelt, einer natürlichen Abnutzung. Abnehmendes Hörvermögen ist deshalb eine natürliche Folge des Älterwerdens. Bereits im jüngeren Alter, oft schon zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr, kann der schleichende Prozess beginnen. Man spricht deshalb auch häufig von einer Altersschwerhörigkeit. Die ersten Anzeichen können ganz unterschiedlich sein. Viele hören alles nur etwas gedämpfter und leiser. Bei anderen tritt ein Hörverlust auf, der besonders hohe oder tiefe Töne betrifft. Die mittleren Tonfrequenzen werden weiterhin normal gehört. Hier gilt es, frühe Anzeichen zu erkennen und ernst zu nehmen. Denn je eher Sie etwas für Ihr Gehör tun, desto besser sind Ihre Aussichten, dem schleichenden Prozess der Hörverschlechterung entgegen zu wirken.

Lärmschwerhörigkeit
Die häufigste Ursache ist Lärm am Arbeitsplatz, dem man täglich über mehrere Stunden ausgesetzt ist. Lärmschwerhörigkeit ist in Deutschland eine der häufigsten Berufserkrankungen. Im Anfangsstadium werden erst die hohen Töne verloren. Die mittleren Tonhöhen folgen. Auch laute Musik (z.B.: Diskothek, MP3 Player) kann auf Dauer zu ernshaften Hörschäden führen.

Exkurs: Tinnitus Sicher haben Sie schon einmal den Begriff Tinnitus ( Ohrklingeln) gehört. Betroffene zeigen meistens einen mehr oder weniger großen Hörverlust. Sie haben gleichzeitig meist dauerhaft ein Rauschen, Pfeifen, Klingeln, Zirpen, Zischen oder Brummen im Ohr. Je nach Lautsärke kann der Tinnitus extrem belastend sein und die Lebensqualität deutlich einschränken.
Diese Geräusche (Tinnitus) werden nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen durch Fehlleistungen im Verlauf des menschlichen Hörsinns verursacht- und nicht durch eine Quelle außerhalb des Ohres. In vielen Fällen liegt eine Fehlverarbeitung akustischer Signale im Gehirn vor. Für das Tinntiusleiden existiert noch keine allgemeingültige Behandlung. Wir empfehlen eine die individuellle Situation berücksichtigende Therapie in enger Zusammenarbeit mit dem HNO-Arzt.